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Issue #075 „Was passiert, wenn Online-Aktivismus, Anonymität, Influencer-Kultur und Selbst-Kommodifizierung aufeinandertreffen?“
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Portrait of journalist and writer Yomi Adegoke Yomi Adegoke © Mollana Burke

„Was passiert, wenn Online-Aktivismus, Anonymität, Influencer-Kultur und Selbst-Kommodifizierung aufeinandertreffen?“

Yomi Adegoke ist eine preisgekrönte britische Journalistin und Autorin. Sie erörtert, wie ihr Erstlingsroman The List von ihrem Wunsch inspiriert wurde, sich mit der Scheinheiligkeit und Polarisierung der Social-Media-Kultur auseinanderzusetzen.

Das Internet ist die möglicherweise wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts – und Social Media eine der wichtigsten des 21. Ob sie nun jeweils die Welt zum Besseren oder Schlechteren verändert haben, wird wiederum schon fast solange diskutiert, wie es sie gibt. Denn neben der Demokratisierung von Informationen sehen wir zugleich eine regelrechte Krise der Fehlinformation. Die Aufblüte der sozialen Medien führte zu Bewegungen für soziale Gerechtigkeit und dabei mitunter zu Radikalisierung im großen Stil. Und dann wurde aus sozialer Gerechtigkeit zum Teil eine ganz spezielle Art der Selbstgerechtigkeit – Jungle Justice –, wobei Bildschirme einen beträchtlichen Anteil daran haben, dass wir uns immer mehr voneinander entfernen.

Yomi Adegoke The List book cover

Unsere sich so rasant entwickelnde Realität wird nach wie vor in nahezu dystopischen Bildern erfasst; eine Zukunft à la Black Mirror, an deren Abgrund wir noch immer wie gebannt stehen. Und aus diesem Grund wollte ich ein Buch über das Hier und Jetzt schreiben. Darüber, was passiert, wenn Online-Aktivismus, Anonymität, Influencer-Kultur und Selbst-Kommodifizierung aufeinandertreffen, wie sie es jeden Tag tun. Seit über zehn Jahren bin und bleibe ich eine feministische Autorin. Ich trete leidenschaftlich für Frauenrechte ein. Und als Journalistin bin ich von der Geschwindigkeit entsetzt, mit der sich im Internetzeitalter Fakenews verbreiten, wie auch von den Irrwegen von Aussagen in den sozialen Medien. Ich bin ein politisch engagierter Mensch, der eine radikalen Wandel herbeiführen will, sich aber schämt, wie Bewegungen für den persönlichen Nutzen und zu Waffen umfunktioniert werden.

Deswegen sage ich, dass mein erster Roman, The List, neben vielen anderen Dingen vor allem ein Buch über das Internet ist. Man könnte vereinfachend vielleicht sagen, es handelt sich dabei um ein Buch über #MeToo oder Cancel Culture, doch auch diese entsprangen der uns bekannten Online-Welt. The List handelt in erster Linie davon, wer wir vorgeben zu sein im Vergleich zu wer wir wirklich sind, sei es öffentlich oder privat, online oder offline. Es ist ein Buch über „Instagram vs. Realität“. Es geht darum, wozu Menschen imstande sind, wenn ihre Superkraft darin besteht, unsichtbar zu sein. Wir denken gern, dass wir sie für harmlose Streiche nutzen oder damit vielleicht etwas herumschnüffeln würden. Dabei reicht aber schon ein kurzer Blick auf den Kommentarbereich einer Website, um zu sehen, wie sich Leute unter dem Deckmantel der Anonymität benehmen. Der Roman handelt von Scheinheiligkeit, Aneignung, Grauzonen und dem zweischneidigen Schwert des Online-Lebens – und wie der Dialog über diese Themen ist auch The List kompliziert; es gibt keine einfachen Antworten.

Viel zu häufig werden die schwierigsten Diskussionen von den falschen Menschen geführt. Von jenen nämlich, die gelebte Erfahrungen von Randgruppen nicht anerkennen wollen und erlangte Rechte am liebsten wieder aufheben würden. Ich halte es für ungemein wichtig, dass progressive Menschen wieder Diskurse für sich beanspruchen wollten, die sich momentan in den Händen derer befinden, die Zwietracht säen wollen. Scherzhaft sage ich häufig, dass ich mich darauf festlege, mich nicht festzulegen. Meine Lieblingsfarbe sollte Grau sein, denn Schwarzweißmalerei liegt mir so gar nicht. Ich hatte große Freude daran, dieses Buch zu schreiben, das meiner Ansicht nach ein vielschichtiger und nachdenklicher Roman geworden ist – in einer Zeit, in der man in den sozialen Medien dazu getrieben wird, alles zu polarisieren, und absolute Meinungen nuancierte Aussagen übertönen.

Ich habe The List geschrieben, um die Debatte über die Internetkultur und Verantwortung voranzutreiben: wie sie aussehen sollte und wer Entscheidungen treffen darf. Und dabei hatte ich nie die Erwartung, einen allgemeinen Konsens zu erreichen. Uneinigkeit, Ungewissheit, das Hin und Her, all das gehört dazu, und gerade der Mangel an Dialog in diesem Bereich war einer der großen Faktoren, die mich zum Schreiben bewegt haben. Und damit meine ich vor allem die Stimmen, von denen ich hören wollte, die für mich bisher aber kaum durchdrangen. Ich wünsche mir für The List, dass das Buch unter diesen Stimmen einen Dialog in Gang bringt. Ich kann nicht sagen, dass ich die Antworten auf alle großen Fragen liefere, aber ich hoffe, dass wir ihnen durch das Buch ein wenig näherkommen.
The List erscheint am 20. Juli 2023.

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