Service95 Logo
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“
Issue #078 „Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“

All products featured are independently chosen by the Service95 team. When you purchase something through our shopping links, we may earn an affiliate commission.

Books that feature the Igbo Language

„Warum wir in unserem Schreiben die Kultur und Sprache der Igbo in den Mittelpunkt rücken“

Chika Unigwe ist eine nigerianische Professorin und Autorin igboischer Herkunft. Im Rahmen der Vorstellung des Buches des Monats August, Chimamanda Ngozi Adichies Die Hälfte der Sonne, im Service95-Buchclub, erforscht Unigwe die Bedeutung der Igbo-Identität – ein Hauptthema des Romans – und erklärt warum igboische Schriftsteller*innen seit jeher die Sprache und Kultur der Igbo in ihren Werken würdigen.  

Kasimma Okani, Autorin der Kurzgeschichtensammlung All Shades Of Iberibe, besteht darauf, dass am Ende ihrer Biografie immer ihre ethnische Igbo-Identität angemerkt ist. Wo auch immer ihre Prosa veröffentlicht wird, wird stets mit mindestens einer Zeile darauf hingewiesen, dass sie eine igboische Schriftstellerin ist. Für sie und viele von uns Igbo-Autor*innen, die weltweit Werke auf Englisch veröffentlichen, ist es ein explizites Anliegen, unsere Igbo-Identität in unseren Narrativen in den Mittelpunkt zu rücken.

Es wäre jedoch unmöglich, über unser Schreiben zu reden, über unsere Verwendung igboischer Wörter und über unsere Narrative als Tore in die Igbo-Welt, ohne die igboisch-nigerianischen Schriftsteller*innen Chinua Achebe, alias der Vater der afrikanischen Literatur, und Flora Nwapa, ihre Matriarchin, zu erwähnen. Ihre Erstlingswerke, Achebes Okonkwo oder das Alte stürzt (Things Fall Apart) (1958) and Nwapas Efuru (1966), haben die Igbo-Welt im Fokus und spielen in vorkolonialen Igbo-Dörfern. Achebe schrieb seinen Roman zwei Jahre vor Nigerias Unabhängigkeit von Großbritannien – als der Großteil Afrikas noch der Kolonialherrschaft unterlag –; Nwapas folgte sechs Jahre später, als „der Afrikaner“ als „der exotische andere“ galt. Ziel der Autor*innen war es verständlicherweise, eine Kultur zu porträtieren, die ebenso ihre Gültigkeit hatte wie die der Kolonialisten, und zu zeigen, dass der Igbo (also „der Afrikaner“) nicht der einfältig-amüsierte, exotische junge Mann war, als den die Kolonialliteratur ihn hinstellte, sondern ein vollkommener und funktionierender Mensch.

Der neuen Generation von Igbo-Autor*innen – zu der Okani gehört – geht es weniger darum, das Menschsein der Igbo zu beweisen. Vielmehr will sie voller Stolz ihre Kultur und Sprache zelebrieren. Zum Beispiel in Chikodili Emelumadus Debüt, Dazzling, ein Fantasy-Roman für junge Erwachsene (in diesem Jahr in Großbritannien erschienen) über ein kleines Mädchen, das „den Leoparden fressen“ muss. „Fressen“ würde von Menschen, die nicht des Igbo mächtig sind, an dieser Stelle als Metapher gedeutet werden, doch die Igbo bezeichnen mit diesem Ausdruck die Initiation. I taa. Wer Hexerei „frisst“, wird so gesehen selbst zur Hexe oder zum Hexer. Es handelt sich nicht um eine Metapher, sondern um das reale Werden.

Ukamaka Olisakwes Erstling, Ogadinma Or, Everything Will Be Alright (der zweite Teil des Titels ist die englische Übersetzung des ersten), ist 2020 im Vereinigten Königreich erschienen. Olisakwe war es sehr wichtig, dass der Igbo-Ausdruck „Ogadinma“ im Titel enthalten ist: Alle, die Igbo beherrschen, kennen und nutzen diese Phrase, um jemandem in schwierigen Zeiten Trost zu spenden. Chinelo Okparanta brachte 2016 Unter den Udala Bäumen in den USA und Großbritannien heraus. Dabei erklärte sie im Roman nicht, was ein Udala ist. Als mich eine Studentin fragte, sagte ich, sie solle das googeln. Chimamanda Ngozi Adichie, Akwaeke Emezi, EC Osondu, Okey Ndibe, Chigozie Obioma, ich und alle anderen Igbo-Autor*innen, die aus Überzeugung als NdiIgbo schreiben, streuen regelmäßig Igbo-Wörter in unsere Texte ein und rücken in unseren Werken die Kultur und Weltanschauung der Igbo in den Mittelpunkt, ganz gleich, wo sich die Handlung abspielt. Ich setze Igbo absichtlich mit Englisch gleich, indem ich keine Igbo-Wörter kursiv schreibe.

Während unsere Vorgänger*innen mit ihren Narrativen die Igbo der Welt lediglich zeigten, laden wir das „Andere“ in unsere Welt ein. Idealerweise beäugen sie es dann nicht mehr wie ein Kuriosum, sondern erleben es mit allen ihren Sinnen. Wir richten uns nicht spezifisch an ein europäisches oder westliches Publikum. Wir müssen ihm nichts beweisen.

Der Westen ist bei unserer Party jedoch herzlich willkommen: Wir laden ihn ein, die Abacha und die Ugba und den Joloffreis und die gestampfte Yam nach Herzenslust zu kosten. Einer meiner stolzesten Momente als Professorin war, als mich einer meiner US-amerikanischen Studenten, der noch nie in Afrika war, mit „Kedu?“ begrüßte. Diesen Gruß hatte er in den zwei Jahren Igbo-Sprach- und Literaturunterricht bei mir gelernt. In den Büchern ist das Wort nicht übersetzt worden.

Zwar wird Igbo von über 20 Millionen Menschen gesprochen, aber leider steht es auf der UNESCO-Liste der bedrohten Sprachen – 2012 wurde prognostiziert, dass es bis zum Jahr 2025 aussterben würde. Das mag lachhaft klingen, aber aus persönlichen Besuchen in Südost-Nigeria weiß ich, dass diese Gefahr wirklich besteht. Bei einem Besuch ging ich in eine Kirche in einem der Arbeiter- und Mittelschicht zugehörigen Viertel, und um mich herum sprachen alle Kinder Englisch. In einem Land, in dem Englischkenntnisse als Privileg gelten, ist es den Eltern wichtig, dass ihre Kinder diese Sprache beherrschen.

Für jemanden wie mich, die bewusst als Igbo-Künstlerin schreibt, ist dies nicht nur ein Mittel, meinen Stolz in einer Sprache und Kultur zum Ausdruck zu bringen, die so vielfältig und lebendig ist und ein solch üppiges und blumiges Vokabular umfasst. Es ist auch eine Notwendigkeit und ein Anliegen von hoher Dringlichkeit. Mein Lieblingssprichwort in Igbo lautet: „Ka ana achu aja, ka ikpe n’ ama ndi mmuo.“ Bringen wir bestmöglich die Opfer, die von uns nötig sind, damit die Götter ihre Schuld einsehen, wenn etwas schiefgeht. Auf dass Igbo nie aussterben möge. Iseeee.

Chika Unigwe wurde in Enugu, Nigeria, geboren und wuchs dort auf. Heute lebt sie in den USA und ist Assistenzprofessorin an der Georgetown College & State University und an der Georgia College & State University. Ihre jüngsten Werke sind u. a. der Roman The Middle Daughter und das Kurzgeschichtenbuch für Kinder Obioma Plays Football, das auch auf Igbo erhältlich ist.

Read More

SUBSCRIBE TO SERVICE95 NEWSLETTERS

Subscribe