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Issue #059 Von #HotAnxiousGirl zu #TheSadGirlAesthetic: Die Risiken der Romantisierung psychischer Erkrankungen in den sozialen Medien
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Images of memes about mental illness @ihatekatebush; @femcelpilled666

Von #HotAnxiousGirl zu #TheSadGirlAesthetic: Die Risiken der Romantisierung psychischer Erkrankungen in den sozialen Medien

Tief im ästhetisch kuratierten Kaninchenloch #SadGirl auf Instagram schlummert ein Archivfoto von Joni Mitchell in Schwarzweiß, dazu der Text: „One Joni Mitchell song away from a mental breakdown“ (Ein Lied von Joni Mitchell entfernt von einem Nervenzusammenbruch). Das Bild ist eines von vielen, die von Accounts wie dem ironisch betitelten @ihatekatebush gepostet werden, in dem Bilder von Ikonen der Popkultur mit schnoddrigen, augenzwinkernden Bemerkungen über Geisteskrankheiten kommentiert werden. Während sich @ihatekatebush hauptsächlich auf ewig schmachtende Musikerinnen aus dem Folk-Genre konzentriert, beschäftigt sich @femcelpilled666 mit verstörten, auffallend attraktiven fiktiven Figuren. Eines der Memes in diesem Account zeigt Angelina Jolie in Durchgeknallt – ein wiederkehrendes Motiv des Trends –, begleitet vom Text: ,„I want to date other people.“ Babe, but what about the voices in my head? There are at least five people inside.‘ (,„Ich möchte andere Leute daten.“ Babe, aber was ist mit den Stimmen in meinem Kopf? Da sind mindestens fünf Leute drin.‘)

In den letzten zehn Jahren wurden die sozialen Medien mit Inhalten zur mentalen Gesundheit überschwemmt. Einige Beiträge sind lobenswert informativ und machen sich das zunehmend flüssige populärwissenschaftliche Psychologielexikon der Gesellschaft zunutze, andere stigmatisieren, trivialisieren und – im Falle von Frauen – idealisieren psychische Störungen. Schließlich hat die Medien- und Unterhaltungsindustrie seit Langem eine umstrittene Beziehung zu psychischen Erkrankungen von Frauen: von der Trope der hysterischen Verrückten, die als Horrorfutter (Jane Eyre) und Sexfutter (Basic Instinct) auftaucht, bis hin zur sexistischen Berichterstattung der Boulevardpresse über die Zusammenbrüche von Prominenten.

Der Ansatz auf TikTok ist vielleicht genauso heikel. Letzten Monat lud Priya Patel, die Inhaberin des TikTok-Accounts @littlemiss_adhd, ein dreiminütiges Video hoch, in dem sie ihren Kolleg*innen vorwarf, die Krankheit nur als aktuelle Modeerscheinung darzustellen. „Glaubt ihr, es ist toll, in einer Welt zu leben, die nicht für Menschen wie mich geschaffen ist?“, fragt sie. Das Video, in dem eine genauere Darstellung der Krankheit gefordert wurde, erhielt 432.000 Likes. 

Patel bezog sich auf die janusköpfigen ADHS-Inhalte der App, die zwischen der Katalogisierung von Symptomen und Parodien schwanken, in denen die typischen Merkmale der Störung dargestellt werden, insbesondere bei Frauen. Derzeit hat der Hashtag #ADHD im englischsprachigen Auftritt der App über 21 Milliarden Aufrufe. Patel, Mitarbeiterin eines psychosozialen Dienstes und ADHS-Patientin, befürchtet, dass der Trend zu Selbstpathologisierung, Fehlinformationen und Abwertung der Erfahrungen von Frauen führen könnte. „Ich denke, dass ADHS bei Frauen als ein bisschen ‚Larifari‘ gilt. Als sei das etwas Schrulliges, Liebenswertes. Dass wir tagträumen und ein bisschen dusselig sind, obwohl das überhaupt nicht so ist“, erklärt sie. 

Auf Twitter werden unter dem Hashtag #HotAnxiousGirl – der von Twitter als „sensibler Inhalt“ eingestuft wurde – psychische Erkrankungen unverhohlen mit körperlicher Attraktivität gleichgesetzt (in einer Welt, in der der Ausdruck „Psycho“ zum Inbegriff des Gegenteils von männlicher Anziehungskraft geworden ist, erscheint es vielleicht logisch, dass sich Frauen für die Idee starkmachen, heiß und psychisch labil zu sein). Zu den Tweets, die auf den Mikrotrend des traurigen Mädchens abzielen, gehören: „Just a cute sad girl with her messy bangs“ (Nur ein süßes trauriges Mädchen mit zerzaustem Pony, @maryamBaba_) und „Wellness tip: ditch sad girl winter by embracing clinically depressed girl perpetuity“ (Wellness-Tipp: trauriges Mädchen im Winter wird zu permanent klinisch depressivem Mädchen, @futurepoppop). In The Atlantic formuliert es Kaitlyn Tiffany so: „Durch ihre Tweets identifizieren sie sich als sehr nachdenklich, verträumt und sexy und bekennen sich zu Melancholie und romantischer Sehnsucht.“

In den Anfangsjahren der sozialen Medien war die Idealisierung von Inhalten zur psychischen Gesundheit noch deutlicher. Die dunklen, unkontrollierten Bereiche von Tumblr wurden mit dem Hashtag #ProAna (pro = für, und Ana = Anorexia nervosa, auch Magersucht) überschwemmt, und Pinterest und Instagram wurden als Ursache für den Selbstmord der britischen Teenagerin Molly Russell genannt.

Viele meinen aber, dass die sozialen Medien immer besser überwacht werden und die Darstellung der mentalen Gesundheit ausgewogener ist. Instagram ist überschwemmt mit pastellfarbenen Infografiken, in denen Fakten und Ratschläge zu psychischen Erkrankungen gegeben werden, und die den Betroffenen – von denen viele sich sonst an niemanden wenden können – bestimmt ein Gefühl der Gemeinschaft vermitteln, insbesondere in einer Zeit, in der die psychiatrischen Dienste unter akuter Belastung stehen. (Patels örtliche Klinik wurde vor Kurzem aus Geldmangel geschlossen, was in ein „absolutes Chaos“ mündete.) Sie können auch oft ein wenig (oft dringend benötigte) Leichtigkeit vermitteln. „Letzten Endes glaube ich, dass ein Lachen zur richtigen Zeit befreiend wirkt. Dadurch fühlt man sich auf jeden Fall weniger allein“, sagt Sushrut Yadav, der Kopf hinter @ihatekatebush.

Aber Yadav ist sich der Brisanz der Situation bewusst und rät, einen Mittelweg zu finden. „Solange wir einen virtuellen Raum schaffen, in dem wir über diese Themen mit der nötigen Ernsthaftigkeit sprechen können, dürfte es nicht schaden, wenn wir – ab und zu – eine gewisse Nähe zu diesen überlebensgroßen Figuren herstellen“, sagt sie. Trotz ihres leidenschaftlichen Videos lobt Patel die Inhalte von TikTok zum Thema psychische Gesundheit. „Es gibt einige brillante Creator auf TikTok ... [Es] war unglaublich für die Schärfung des Bewusstseins. Ich sitze hier gerade und denke: Wenn ich diese App nicht hätte, würde ich meine Diagnose jetzt immer noch nicht kennen. Ich würde mich immer noch quälen.“

Ob die Vorteile der sozialen Medien ihre Schwächen überwiegen oder nicht, ist eine Frage, die sich nicht beantworten lässt, und die wahrscheinlich auch sinnlos ist, da sie sich weiterhin ungestraft in unserem Gehirn breit macht. Was wir tun können, ist, weiterhin auf eine strenge Überwachung der Inhalte zu drängen – vor allem im neuen, immer größer werdenden Metaverse –, potenziell gefährliche Inhalte zu melden und beim Scrollen Vorsicht walten zu lassen.

Juno Kelly ist eine Redakteurin und Journalistin, die sich insbesondere mit Internetkultur, Kommentaren in sozialen Medien und Profilen beschäftigt. Ihre Arbeit ist unter anderem in The Cut, The Fence, LOVE Magazine erschienen.

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