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Issue #008 Vom Theater im Mittelalter bis hin zu RuPauls TV-Queens: 9 Dinge, die du über Drag-Kunst wissen solltest
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Drag Queen Sasha Velour's Service 95 Take Over

© 2022, Sasha Velour

Vom Theater im Mittelalter bis hin zu RuPauls TV-Queens: 9 Dinge, die du über Drag-Kunst wissen solltest

Vor mehr als zehn Jahren wurde die erste Folge von RuPaul’s Drag Race ausgestrahlt. Die Serie gewährt den Zuschauern einen Einblick hinter die Kulissen der Drag-Welt und bietet einigen der außergewöhnlichsten Künstler*innen eine riesige Bühne. Diese Sendung ist in Sachen Drag-Repräsentation allerdings nur die Spitze des Eisbergs und ihre Geschichten und Rampenlichter sind fernsehgerecht getrimmt und gedimmt. Viele Zuschauer, die Drag zum ersten Mal erleben, bekommen dadurch vielleicht Appetit auf mehr. Drag-Race-Superstar Sasha Velour – eine innovative Queen mit einem profunden geschichtlichen Wissen über diese Kunstform, deren eigene Drag-Kunst dieses Genre auf komplett neue Höhen katapultiert hat – nimmt die Leser*innen von Service95 mit auf eine Drag-Reise fernab von all dem, was sie bereits kennen mögen.
Portrait of Amanda Lepore

Amanda Lepore (2003), Karin Kohlberg/Contour/Getty Images

1. Viele der weltweit berühmtesten Drag-Künstler*innen sind Frauen – es sind nicht nur „schwule Männer“ (obwohl wir darin natürlich herausragend sind)! Ob Drag Kings, Drag Queens oder nicht binäre queere Performance-Künstler*innen: Frauen haben bedeutende Beiträge für unser Genre geleistet und tun dies auch weiterhin. Peppermint ging mit ihrem Pop-Diva-Act mit Live-Gesang auf Welttournee, lange bevor sie als erste Transgender-Kandidatin an Drag Race teilnahm. Landon Cider, ein für seine weit jenseits aller Maskulinität liegenden Illusionen bekannter Drag King, konnte nach seinem Auftritt bei Dragula der Boulet Brothers eine große internationale Fanbase für sich gewinnen. Weitere herausragende Frauen dieser Kunstform sind Kitten N’ Lou – ein Paar (beide wahre lesbische Ikonen), das mit seiner Drag-Burlesque-Show auf der ganzen Welt auftritt; Sasha Colby, die Lieblings-Drag-Queen aller Drag Queens (die du in meiner Show NightGowns erleben kannst); und Amanda Lepore, eine New Yorker Legende, die das Bild der „perfekten Frau“ neu definiert hat. Schon seit vielen Jahren haben Frauen großen Einfluss auf Drag. Eine dieser Frauen ist Stormé Delarverie, eine Jazz-Sängerin, Drag-Show-Moderatorin und Gay-Bar-Türsteherin, die in den 1960ern die Stonewall-Revolte in New York initiiert haben soll!
Portrait of South African trans artist and hairdresser Kewpie

Kewpie (c.1955-1985), Western Cape/Digital Transgender Archive

2. Drag feierte schon lange vor Drag Race weltweit große Erfolge Die Drag Queen Kewpie, auch unter dem Namen Capuccine bekannt, veranstaltete während der Apartheid der 50er- und 60er-Jahre die bekanntesten Drag-Shows (alias „Moffie“-Konzerte) in Kapstadt, Südafrika. Am Tage leitete sie einen Friseursalon im District 6 der Stadt und abends bzw. nachts wurden ihre Shows zu einem Leuchtfeuer der queeren Lebenskultur für Farbige. Akihiro Miwa wurde 1957 für ihr unzüchtiges Lied Me Que Me Que berühmt. Daraufhin rief sie in Shibuya, einem Viertel in Tokio, die Drag Show World Of Akihiro Miwa ins Leben, die bis in die 2000er-Jahre einmal im Monat stattfand. Sogar in der russischen Hauptstadt Moskau hat es schon lange vor dem Internet Drag-Shows wie die im Nachtclub Central Station (Tsentralnaya Stantsya) gegeben. Und trotz der Gewalt und all der staatlichen Restriktionen gibt es sie auch heute noch.
Photograph of Members of the Street Transvestite Action Revolutionaries protesting holding sign that reads, Street Transvestite Action Revolutionaries

Sylvia Rivera & Marsha P Johnson (1970), Getty Images

3. Der Aktivismus der Transgender-Community bleibt ein wichtiger Bestandteil von Drag Aktivist*innen organisieren schon seit langem Drag-Shows, um Geld für bedürftige Menschen zu sammeln. Im New York der 50er-Jahre veranstaltete Lee Brewster private Drag-Wettbewerbe für die Mattachine Society (eine der ersten US-amerikanischen Homosexuellen-Organisationen), bis diese die Shows aufgrund von Transphobie innerhalb der eigenen Reihen absetzte. Brewster orientierte sich um, eröffnete eine Perücken-Boutique und kämpfte in den 70er-Jahren an der Seite der Trans-Aktivistinnen Marsha P. Johnson und Sylvie Rivera (die sich selbst als Drag Queens bezeichneten) als Teil der Organisation Street Transvestite Action Revolutionaries für Wohnrechte und Rechtsansprüche für Queer- und Transgender-Personen. Im Jahr 1994 gründete Transgender-Drag-Cabaret-Star Coccinelle in Paris eine Organisation namens Devenir Femme, um Transgender-Personen zu helfen, praktische Unterstützung zu finden. In den USA bieten Drag-Wettbewerbe wie das Imperial Court System und Miss Continental seit Jahrzehnten Raum und Ressourcen für die gesamte Queer-Community. 4. In der Welt des Drag herrschen erhebliche finanzielle Unsicherheit und Ungleichheit An den meisten Veranstaltungsorten (nicht bei meinen Shows) verdienen Darsteller*innen für die gleiche Arbeit unterschiedlich viel Geld. Viele Künstler*innen glauben, dass man erst an Drag Race teilnehmen muss, bevor man mit Vollzeitarbeit die Lebenshaltungskosten decken kann. Aber leider ist ein Auftritt im Fernsehen keine Garantie für Erfolg oder finanzielle Sicherheit. Schon allein die Bewerbung für die Sendung – geschweige denn die Vorbereitung auf den Wettbewerb – kostet die Künstler*innen einen Haufen Geld und geht meist mit Schulden in Höhe von mehreren tausend Dollar einher.
Illustration of Kabuki performers Sanogawa Ichimatsu, Nakamura Kiyosaburo), Sanogawa Senzo and Nakamura Kumetaro, circa 1750. Artist Ishikawa Toyonobu.

Kabuki, Ishikawa Toyonobu (c. 1750), Heritage Art/Heritage Images/Getty Images

5. Drag ist keine Neuerfindung – er existiert seit Jahrhunderten Theateraufführungen haben weltweit ihren Ursprung in spirituellen und religiösen Traditionen. Im mittelalterlichen Europa boten die Feierlichkeiten der religiösen Fastnacht Menschen jeden Geschlechts Raum, um sich zu verkleiden und Darbietungen zu geben. Es ist eine weitverbreitete Fehlannahme, dass Drag aus einer Notwendigkeit heraus entstand, weil es Frauen untersagt war, in Theateraufführungen mitzuwirken. Das Gegenteil ist der Fall: Die sogenannten moralischen Gesellschaften waren gegen Frauen im Theater, gerade weil Drag so verbreitet war. In Japan im Jahr 1603 etwa begründete Tempeltänzerin und Drag King Okuni die Kunstrichtung Kabuki, die sich durch queeren Gesang und Tanz auszeichnet. Doch weniger als ein Jahrhundert später durften Frauen aufgrund „moralischer Bedenken“ nicht mehr daran teilnehmen.
Portrait of Marsha P Johnson at the 1975 Gay Pride March

Marsha P Johnson (1975), Getty Images

6. Menschen wurden wegen ihrer Drag-Kunst verhaftet (und sogar getötet) Nur allzu oft müssen Drag-Künstler*innen Unterdrückungen verschiedenster Art überwinden, gleichzeitig schaffen sie jedoch eine sichere Umgebung voller Freude und Schönheit, genau dort, wo diese am meisten benötigt wird. Einer der ersten dokumentierten Fälle einer Verhaftung von Drag-Künstler*innen ist der von Stella und Fanny, einem queeren Paar im viktorianischen London, das regelmäßig in Frauenkleidung „Molly Houses“ besuchte (sichere Treffpunkte für homosexuelle Männer). Die beiden mussten sich in einem umfangreichen Gerichtsverfahren wegen „Verschwörung zum Begehen von Sodomie“ verantworten (und wurden letztendlich freigesprochen). In den USA haben wir gerade von der Geschichte von William Dorsey Swann erfahren, die sich selbst „die Königin des Drag“ nannte und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Washington DC noble Bälle für Farbige veranstaltete. Dafür wurde sie unter der falschen Anschuldigung, ein „ordnungswidriges Haus (disorderly house) zu führen“ (mit anderen Worten, ein Bordell) zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Swann schrieb an den damaligen US-Präsidenten Grover Cleveland mit der Bitte um Begnadigung und wurde damit zur ersten dokumentierten Person, die gegen die Kriminalisierung von Queer-Personen protestierte. (Das Gnadengesuch wurde abgelehnt.) Viele Geschichten aus unserer Vergangenheit sind tragisch. Marsha P. Johnson, eine der bedeutendsten Drag- und Transgenderaktivist*innen, wurde 1992 ermordet aufgefunden. Ihr Tod wurde nie aufgeklärt.
Photograph of Drag Queen Sasha Velour performing live, wearing angel wings

Sasha Velour, Smoke & Mirrors, Jeff Eason

7. Playback-Singen ist eigentlich eine moderne technologische Drag-Innovation Die ersten Drag-Künstler*innen, die lippensynchron sangen, wurden „Record Acts“ genannt. Sie traten in den 1960ern in Arbeiterbars zu Musik aus der Jukebox auf. Einige der damaligen professionellen „Frauendarsteller“ waren diesen neuen Künstler*innen gegenüber recht voreingenommen und fühlten sich schnell vom Zufluss neuer Talente bedroht. Doch das Playback-Singen machte diesen Beruf zugänglich für Personen, die keine ausgebildeten Sänger*innen waren, und bestärkte die Drag-Kunst. Denn bei „guter Kunst“ geht es nicht um die Perfektionierung eines einzelnen Details, sondern um die Power der Gesamtwirkung. Wir sehen an diesem Beispiel, dass die kreative Verwendung neuer Technologien schon seit Langem Bestandteil der Geschichte des Drag ist. Dieser Aspekt wird auch weiterhin eine Rolle spielen, da aufgrund der Pandemie mit Videoprojektionen (wie in meiner Show Smoke & Mirrors) und digitalen Streaming-Möglichkeiten von Drag experimentiert wird.
Photograph of male drag queen Mei Lanfang

Mei Lanfang, Getty Images

8. Die „Enthüllung“ (Reveal) gibt es schon seit hunderten von Jahren Einer der ersten Drag-Künstler, der international auf Tour ging, war ein irischer Performer namens Du-val. Mitte des 19. Jahrhunderts trat er in England, Afrika und Indien mit einer Show auf, die schnell aufeinanderfolgende Enthüllungen zwischen Charakteren verschiedenen Geschlechts beinhaltete – eine Waschfrau, eine bezaubernde Debütantin, ein unhöflicher Adliger, ein schusseliger Professor. In den 1920er-Jahren begeisterte ein aus Texas stammender Trapezkünstler namens Barbette das Pariser Publikum, indem er in seinen Darbietungen einfach durch Abnehmen seiner Perücke zwischen männlichen und weiblichen Allüren hin und her wechselte. Mei Lanfang, der absolute Superstar der chinesischen Oper in den 1920ern und -30ern, war bekannt für ihre fantasievollen Kostüme mit riesigem Kopfschmuck, überlangen Ärmeln und kunstvollen Umhängen, die sie ablegte, bevor sie Kunststücke vorführte, wie beispielsweise das Auffangen eines Weinglases mit ihrem Fuß – und all das während sie mit ihrer Falsettstimme ein Lied zum Besten gab! 9. Bei Drag geht es darum, was du tust, und nicht, was du bist – oder wie du aussiehst Die wichtigste Botschaft, die Drag vermittelt, ist, dass es vollkommen egal ist, woher du kommst oder was du durchgemacht hast. Du kannst dein eigenes Leben und dein Schicksal durch deine Fantasie, dein Handeln und deine Kunst sowie durch deinen Umgang mit Menschen bestimmen. In seiner besten Form ist Drag ein Ort, an dem Diskriminierung keinen Platz findet und an dem der wesentliche queere Fokus auf dem Potenzial jeder einzelnen Person zu Veränderung und „Unkategorisierbarkeit“ liegt. Sasha Velours Empfehlungen in Sachen Drag, die du auschecken solltest
  1. Das YouTube-Video – Faces Of Drag (2021)
  2. Der Dokumentarfilm – The Queen (1968)
  3. Die Fernsehserie – We’re Here (2020)
  4. Die Zeitschrift – Velour: The Drag Magazine Ausgaben 1-3
  5. Der Nachtclub – The Lemon Lab in Santiago, Chile
 

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