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Issue #055 „Uns wird von den Leuten, die uns eigentlich schützen sollten, im Grunde gesagt, dass wir nicht existieren“: Munroe Bergdorf über Transthemen
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„Uns wird von den Leuten, die uns eigentlich schützen sollten, im Grunde gesagt, dass wir nicht existieren“: Munroe Bergdorf über Transthemen

„Wir alle sprechen über die falschen Dinge“, sagt Model und Transaktivistin Munroe Bergdorf. Sie klingt dabei resigniert und seufzt erschöpft wie eine Person, die diese Unterhaltungen – die falschen – schon viel zu oft geführt hat. Unser Zoom-Gespräch an einem Mittwochmorgen gleitet irgendwie, ohne dass wir es so geplant hätten, genau in diese Richtung ab. „Aber es gibt doch überall geschlechtsneutrale Toiletten!“ Sie sagt das mit einem entnervten Lachen. „Sind die Leute noch nie in einem Flugzeug gewesen?“

Image of Trans activist and auther Munroe Bergdorf at Trans Rights Protest, London
Munroe Bergdorf

Mit ihren herzergreifenden Memoiren Transitional möchte Bergdorf das Gespräch über Transleben wieder zurück zu echten Transleben bringen. Das Buch, teils autobiografisch, teils polemisch, ist eine durch und durch fesselnde Erzählung über Freud und Leid in ihrem Leben. „Ich habe das Gefühl, als ob ich gerade in deinem Kopf gewesen wäre“, sage ich. „Gut“, antwortet sie. „Genau das ist der Punkt.“ Weil das eben genau der Punkt ist. Wie viele Leute, die sich über Toiletten aufregen, sind denn schon einmal im Kopf einer Transperson gewesen? Empathie ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus Transitional

„Die Leute sollten realisieren, dass Transsein eine menschliche Erfahrung ist. Gender ist eine menschliche Erfahrung“, sagt sie über das Buch, das offenkundig im Allgemeingültigen gründet. „Die engen Grenzen, innerhalb derer wir nach Meinung anderer leben sollen, sind von Menschen gemacht, weshalb wir uns auch aus ihnen heraus transitionieren können. Das gilt übrigens für alle, nicht nur für Transpersonen.“

Bergdorfs eigene „Transition“ – ihr Lebensweg – ist erstaunlich nachvollziehbar. Sie beschreibt eine idealisierte frühe Kindheit im englischen Dorf Stansted Mountfitchet, die typischen Kindheitsklischees, und es gibt geniale Passagen über die zahlreichen Insekten, die sie gesammelt hat. Als Leser*in fühlt man sich genauso erschlagen wie sie, als die Pubertät mit ihren brutalen Erkenntnissen anscheinend alles zerstört – sie gehört der einzigen Familie mit verschiedenen Ethnien im Dorf an und ist die einzige queere Person of Colour, die sie kennt. Externe Kräfte, die sich brutal ihren Weg in eine interne Welt bahnen, werden zu einem sich ständig wiederholenden, traumatischen Refrain in Bergdorfs Leben. 

Sie kennt sich bestens mit der Intersektionalität dieser Kräfte aus; die Misogynie als Wurzel all der Gewalt, der sie ausgesetzt war, der Rassismus, die Homophobie. Zum Thema staatliche Verantwortung positioniert sie sich eindeutig. „Sie unterstützen quasi den Genozid“, sind ihre schlichten Worte. „Wie sollte man es sonst nennen, wenn wir entrechtet werden, von Orten ausgeschlossen werden, keine Gesundheitsfürsorge erhalten, keine Liebe und keine Würde? Wenn uns von den Leuten, die uns eigentlich schützen sollten, im Grunde gesagt wird, dass wir nicht existieren, führt das dazu, dass Menschen sterben. Und das ist auch der Fall.“ 

Für Bergdorf war es genauso wichtig, sich auf diese Weise Gehör zu verschaffen, wie ihre wahre Identität zu formen, wobei sie mit erfrischender Ehrlichkeit über das unliebsame Chaos spricht, das der Aktivismus in ihr Leben bringt. „Das hat mir Frieden gegeben und gleichzeitig Frieden genommen“, gibt sie zu. „Ich war so lange Zeit das einzige schwarze Trans-Model und habe somit uns alle repräsentiert. Ich freue mich schon auf den Tag, wenn Transpersonen einfach für den Menschen engagiert werden, der sie sind, und nicht für die Identität, die sie repräsentieren. Ich wünsche mir zum Beispiel, dass eine Transfrau eine ganz normale Gartenshow moderiert, verstehst du?“

Sie lacht und stellt damit wundervoll ihre Freude zu Schau, für die sie all die Jahre so hart gekämpft hat. Auch durch das Schreiben ihrer Memoiren (über einen Zeitraum von über fünf Jahren, inklusive COVID-19-Lockdown und aufschlussreichem Reha-Aufenthalt) hat sie einen ganz neuen Platz in ihrem Leben gefunden – einen Ort der Klarheit und, wie es in ihrem letzten Kapitel heißt, der Sinnfindung. „Ich bin jetzt eine andere Person als zu Beginn des Schreibprozesses“, sagt sie lächelnd, wissend, dass ich gerade dasselbe sagen will. „Ja, ich weiß. Noch eine Transition!“
Transitional: In One Way Or Another, We All Transition von Munroe Bergdorf (17,80 €) ist in Deutschland ab 21. Februar erhältlich.

Marie-Claire Chappet ist eine in London ansässige Kunst- und Kulturjournalistin und mitwirkende Redakteurin bei Harper’s Bazaar.

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