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Issue #045 „Feiern hat unvorstellbare Formen angenommen“: Wie die Pandemie das Raven verändert hat
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Images of nightclubs and parties around the world Queer House Party; 20ft Radio; Tube VR; Berghain, Simon Tartarotti; Filter; We House Sundays

„Feiern hat unvorstellbare Formen angenommen“: Wie die Pandemie das Raven verändert hat

Es ist Ende 2019, etwa 1:30 Uhr, und ich bin im Dalston Superstore, der beliebtesten queeren Bar East Londons. Alle um mich herum scheinen zu knutschen, und auch die, die’s nicht tun, drücken ihre verschwitzten Körper in der engen Hitze des Souterrains aneinander. Techno pumpt durch ihre Knochen, ihr gemeinsamer Atem beschlägt die Spiegel im Dunkeln. Es ist mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, aber dies ist für mindestens zwei Jahre das letzte Mal, dass ich einen Fuß in einen Nachtclub setze In ein paar Monaten gibt es eine Pandemie und mehrere Lockdowns. Clubs auf der ganzen Welt schließen ihre Türen. Das Nachtleben nimmt zwar irgendwann wieder vorsichtig an Fahrt auf, aber nicht mehr so wie früher. 

Auch wenn der Lockdown jetzt wie ein Fiebertraum aus weiter Ferne scheint: Beim Nachtleben spüren wir immer noch die negativen Folgen. Laut Prognosen werden im Vereinigten Königreich bis Ende 2022 ein Drittel der Clubs schließen. Auch das Berliner Berghain – der berühmteste Nachtclub der Welt – soll Gerüchten zufolge seine Türen für immer schließen. Der Trend wiederholt sich überall. Selbst drüben in den USA haben im ganzen Land viele bekannte Läden dichtgemacht: Der Schwulenclub Rage in LA, das New Yorker China Chalet und der Drag-Club The Pyramid Club im East Village, um nur einige zu nennen. Clubbing im herkömmlichen Sinne hat seine Glanzzeit tatsächlich hinter sich. 

Doch Feiern hat unvorstellbare Formen angenommen. Das virtuelle Nachtleben florierte in mehreren Lockdowns (zum Beispiel in Form der Queer House Party, wie Service95 in Ausgabe 42 berichtete) und wird immer normaler, was für die Leute toll ist, die nicht immer physisch in einem Club sein können. Von Virtual-Reality-Clubs wie TUBE VR über nichtphysische Online-Alternativen bis hin zu Clubs wie 20ft Radio in Kyjiw (einem Online-Radiosender in Clubform mit Lineups und DJ-Sets) und weltweiten Twitch-Streams (einem Streaming-Dienst, der meistens von Gamer*innen genutzt wird) – z. B. MOGRA aus Tokio – können Grassroot-Kollektiven in den Lücken gedeihen, die die postpandemische Unsicherheit hinterlassen hat. Feiern ist ausufernd, erfindungsreich und nicht strikt an physische Standorte gebunden. Es ist eine unstete, aufregende Zeit für Clubgänger*innen. 

In der Zwischenzeit hat die Schließung von Nachtclubs auf der ganzen Welt zu Clubnächten mit wechselnden Locations geführt. Beispiele hierfür sind das geheime Rave-Kollektiv Filter in Melbourne (dessen Veranstaltungsort du per DM erhältst), Gay Bombay in Mumbai und das Electronic-Music-Kollektiv We House Sundays in Kapstadt. 

Coco Cole, eine der prominentesten Stimmen für Dance Music und DJing im Vereinigten Königreich, ist der Ansicht, dass die Clubschließungen die Menschen gezwungen haben, kreativ zu werden und selbst Events zu organisieren. „Fest etablierte Promoter*innen und Locations holen auch jetzt noch die Kosten aus der Pandemie wieder rein, indem sie große, risikofreie Lineups buchen, die die Location garantiert füllen. Viel Platz für neue, aufstrebende Künstler*innen bleibt da nicht“, sagt sie. „Ich glaube deshalb, dass sich neuen Clubnächten, Promoter*innen und Communitys jetzt die Gelegenheit bietet, eigene Spaces und eine eigene Kultur zu schaffen. Wie überall: Die Menschen haben die Macht.“

Es ist zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich zu sagen, wie das Feiern der Zukunft aussieht. Aber egal, was die Zukunft bringt: Die Leute finden immer eine Möglichkeit, bis zum Morgengrauen zu feiern, Spaß zu haben und zu tanzen, – auch vom Schlafzimmer aus. 

Diese 5 Clubs der Welt sind ein Muss

  1. Zer021, Kapstadt, Südafrika – Eine LGBTQIA+ und Drag-Bar, in der kein Mangel an wilden Clubnächten und Performances herrscht. 
  2. Zur Wilden Renate, Berlin  Diese Wohnung mit mehreren Zimmern in Ostberlin ist ein Muss für Clubgänger*innen, die etwas ganz Besonderes und Verrücktes wollen. 
  3. 20ft Radio, Kyjiw, Ukraine – 20ft Radio wird auch als „der Club, den es nicht gibt“ bezeichnet und sendet aus einem Versandcontainer in einer früheren Bandwebefabrik. 
  4. WOMB, Tokio, Japan – Dieser Club fasst bis zu 1.000 Gäste, machte 2000 auf und verteilt sich über vier Etagen. Das Soundsystem, die hochwertige Beleuchtung und extremen Laser sind einmalig. 
  5. D-Edge, São Paulo, Brasilien – Der wild-futuristische Superclub wie in Tron hat Dance Music in der bevölkerungsreichsten Stadt Brasiliens über gut zwei Jahrzehnte quicklebendig gehalten. 

Daisy Jones ist Kulturautorin, Editorin und Verfasserin von All The Things She Said. Ihre Arbeit wurde unter anderem in Vice UK, British Vogue, Dazed und The Guardian veröffentlicht.

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