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Issue #077 Die wachsende Bewegung und gegenseitige Solidarität von Frauen ohne Kinder
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Women running into the sea © Tamara Lichtenstein/Trunk Archive

Die wachsende Bewegung und gegenseitige Solidarität von Frauen ohne Kinder

Von klein auf wusste Ruby Warrington bereits, dass sie nicht Mutter werden wollte. Und sie wusste, dass sie damit bei den meisten Menschen – bis heute – auf Unverständnis stoßen und als unorthodox oder sogar egoistisch gelten würde. Warum, so das allgemeine Einverständnis, sollte eine Frau sich nicht fortpflanzen wollen?

Diese Frage hat Warrington ihren gesamten persönlichen und beruflichen Werdegang über begleitet – und ihr nicht selten ein Gefühl von Minderwertigkeit und Ängstlichkeit vermittelt. Und sie führte sie dazu, Folgendes zu hinterfragen: Warum wird von allen Frauen erwartet, dass sie sich für das Konzept der Mutterschaft begeistern? Und warum können andere Dinge, Personen und so weiter, die sie lieben, begehren und für die sie brennen, nicht als gleichwertig und legitim akzeptiert werden?

Women Without Kids Book Cover

Ihr neustes Buch, Women Without Kids ist ein Versuch der in Großbritannien geborenen und in den USA lebenden Autorin, diese Fragen zu beantworten und „Frieden mit diesen Themen zu schließen“, schreibt sie.

Und zwar nicht nur für sich selbst. Indem sie in Women Without Kids ihre eigenen Erfahrungen mit sozioökonomischen Recherchen und historischen Ansichten verwebt, liefert sie ein detaillierteres Bild von Frauen, die darauf verzichten, Mutter zu sein – eine regelrechte solidarische Bewegung, wie Warrington mir anvertraut. 

„So lange hieß es, dass Kinder zu haben der hauptsächliche und „natürliche“ Daseinszweck einer Frau sei“, sagt sie. „Der einzige Weg zu einem erfüllten Leben. Doch die Zahlen erzählen eine ganz andere Geschichte. In Wahrheit entscheiden sich immer mehr Frauen auf der ganzen Welt gegen die Mutterschaft. Nur ist dies im öffentlichen Diskurs noch nicht richtig angekommen. Ich hoffe, ich kann ihn mit meinem Buch in Gang bringen.“

So sind in den USA laut einer vom National Center For Health Statistics des CDC veröffentlichten Studie über 40 % aller Frauen im Alter von 15–49 kinderlos. Die Geburtsrate in Europe ist 2020 auf einen historischen Tiefpunkt gesunken: In jenem Jahr wurden 4,07 Millionen Babys geboren, während es 2019 noch 4,17 Millionen gewesen waren. Der aktuelle Abwärtstrend begann bereits 2008. Und weltweit hat die Fruchtbarkeitsrate seit den 1970ern stetig abgenommen.

„Ganz einfach gesagt: Die Zeiten ändern sich“, so Warrington. „Für viele von uns handelt es sich dabei um eine bewusste Entscheidung.“ Wie Warrington in ihren umfangreichen Nachforschungen aufzeigt, hat diese Entscheidung mit verschiedenen Faktoren zu tun: ob man eine/n Partner*in hat oder sich Fruchtbarkeitsbehandlungen leisten kann, aber auch wachsende Umweltbedenken, finanzielle Instabilität, die Kosten für Kinderbetreuung und so weiter. Und – ebenso wichtig – die persönliche Freiheit. „Frauen bestimmen ihr Leben heute mehr selbst als früher”, sagt Warrington. „Das Patriarchat ist gefallen.“

Die Autorin zeigt die zahlreichen Facetten und Nuancen der Nicht-Mutterschaft auf. Von der Widerlegung der pronatalistischen Ideologie, die besagt, dass Eltern „besser“ sind, über das „Mutterschaftsspektrum“ – also die Ansicht, dass der Drang einer Einzelperson nach Elternschaft von sozioökonomischen und kulturellen Faktoren anhängt, anstatt angeboren zu sein – bis hin zur sexuellen Entwicklung von Frauen ohne Kinder, die so die Verneinung des biologischen Imperativs zur Fortpflanzung verkörpern. Women Without Kids ist im Endeffekt eine muntere Hymne auf die Selbstakzeptanz, ob nun mit Kindern oder eben ohne.

„Während es mir wichtig war, Frauen anzusprechen, die Nein zur Mutterschaft gesagt haben, wollte ich nicht, dass mein Buch in das Format ‚Wir-gegen-die‘ rutscht“, sagt sie. „Wir sind ja alle nur Menschen, die versuchen, die besten Entscheidungen zu treffen, oft unter schwierigsten Umständen. Keine Seite der Medaille perfekt, aber ich glaube, damit wahrer Fortschritt eintreten kann, müssen wir beide als gleichwertig anerkennen. Es ist an der Zeit, dem Thema den Druck zu nehmen.“

Letztendlich hat sie viel dazugelernt. „Als ich 40 wurde und in der Folgezeit an Women Without Kids schrieb, fiel mir auf, dass ich es nicht bereue, keine Kinder gekriegt zu haben“, so Warrington. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt. Ich bin dankbar dafür, dass ich mein Leben so gestalten konnte, wie ich es wollte.“

Marianna Cerini ist eine freiberufliche Journalistin für Formate wie Conde Nast Traveler, BBC Travel, CNN Style und Fortune.

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