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Issue #009 Die Poetin Warsan Shire über ihre Verantwortung als schwarze Künstlerin, vergessene Geschichten wieder zum Leben zu erwecken 
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Portrait of poet Warsan Shire wearing a head scarf © Amaal Said

Die Poetin Warsan Shire über ihre Verantwortung als schwarze Künstlerin, vergessene Geschichten wieder zum Leben zu erwecken 

Du weißt vielleicht schon einiges über die britisch-somalische Dichterin Warsan Shire. Wie zum Beispiel, dass sie die erste „Young Poet Laureate for London“ war und die Gewinnerin des damals zum ersten Mal vergebenen „Brunel University African Poetry Prize“. Oder dass sie mit Beyoncé zusammengearbeitet hat, sowohl auf ihrem preisgekrönten visuellen Album Lemonade als auch für ihren Film Black Is King. Es gibt aber auch viele Dinge, die du noch nicht weißt. Viele ihrer Gedichte hat sie im IKEA in Neasden im Nordwesten Londons geschrieben. Serienmörder*innen faszinieren sie – insbesondere die weiblichen – und Glitzer findet sie unheimlich sexy. „Allein der Gedanke daran versetzt mich schon in einen heftigen Endorphinrausch“, sagt Shire mit einem Lachen, während sie ihre Beine übereinanderschlägt und am Saum ihres T-Shirts zieht, auf dem groß das Gesicht von James Baldwin zu sehen ist. Ihre Kleiderwahl hätte nicht passender sein können. Baldwin war ein Mann, dessen Kunst in vielerlei Hinsicht ein Wegbereiter für die Kunst der 33-jährigen Shire war. Die Tochter somalischer Flüchtlinge wuchs in Harlesden im Nordwesten Londons auf und lebt mittlerweile mit ihrem Ehemann und zwei kleinen Kindern in Los Angeles. Genau wie Baldwin bringt sie das, was Schwarze erleben und erlebt haben, zum Ausdruck. „Ich kann nicht ausschließlich über mich selbst schreiben. Um mir einen Reim auf das Leben zu machen, stelle ich mir stets die Frage: Wer außer mir hat gerade auch eine schwere Zeit?“ Sie nutzt die Poesie als Mittel, um sich nicht nur mit ihrem eigenen Trauma auseinanderzusetzen, sondern auch mit dem anderer Menschen. In den Gedichten ihrer ersten Sammlung Haus Feuer Körper Bless the Daughter Raised by a Voice in Her Head (jetzt erhältlich) sind die Erzählstimmen sowohl persönlich als auch vage, sie sind alle und niemand. „Ich sehe immer den Schmerz anderer“, sagt sie. „Der Grund dafür ist glaube ich, da mir als Kind stets gesagt wurde, dass es noch schlimmer sein könnte – denk an deinen Cousin in Somalia, der gar nichts hat.“ Eines ihrer zeitlosesten Werke ist Home ein enorm eindrucksvolles Gedicht über die Erfahrung von Geflüchteten. Ihre Verse „No one leaves home/unless home is the mouth of a shark“ (Niemand verlässt sein Zuhause/es sei denn, es ist das Maul eines Hais) werden nun oft zitiert, um den Krieg in der Ukraine zu beschreiben. Diese grauenhafte Krise hat nichtsdestotrotz die Unterschiede deutlich gemacht, wie manche Flüchtlinge im Vergleich zu anderen betrachtet werden. „Ganz egal, wo du dich befindest, in welchem Land oder welcher Ära, die dunkelhäutigsten Menschen werden immer am schlechtesten behandelt“, sagt Shire, die von dieser Binsenweisheit einerseits genug hat und gleichzeitig fasziniert ist. „Was auch immer gerade auf der Welt passiert, für Rassismus scheinen die Leute immer Zeit zu haben.“ Sie sagt, als schwarze Künstlerin habe sie die Verantwortung, vergessene oder überschattete Geschichten wieder zum Leben zu erwecken. Ihr Werk ist Teil der somalischen Dichtkunst gabay und erzählt von Somalia, von dem Schmerz, aber auch von den Freuden dieses Landes. „Womit ich beim Aufwachsen am meisten zu kämpfen hatte, war das Gefühl, dass sich niemand für uns interessierte, weil niemand wusste, wer wir tatsächlich waren. Die Leute denken immer, dass das Erzählen dieser Geschichte eine schwer zu tragende Verantwortung sei, doch es kann auch eine Ehre und völlig unbeschwert sein.“ Nach vielen erfolgreichen Jahren als Dichterin mag es etwas seltsam erscheinen, dass sie so lange gewartet hat, um ihre erste komplette Sammlung zu veröffentlichen. Doch was sie nachts nicht schlafen ließe, sei die Sorge, dass sie ihre „Integrität verlieren“ könnte. „Nach Lemonade schwirrten all diese Leute um mich herum, die sagten, dass ich diese Gelegenheit nutzen sollte, um berühmt zu werden. Es geht mir aber nicht darum, berühmt zu sein. Ich wollte mir Zeit lassen.“ Shire lebt mit ihrer jungen Familie ein ruhiges Leben in Los Angeles. An grauen, verregneten Tagen, die sie an England erinnern, schreibt sie und macht sich Sorgen, dass ihre Söhne einen amerikanischen Akzent haben werden. Shire arbeitet derzeit an ihrem zweiten Band, hat es damit aber nicht eilig. Stattdessen lässt sie sich von den langen Karrieren von Frauen wie Louise Bourgeois inspirieren: „Ich habe das Gefühl, meine besten Werke werde ich mit 80 schreiben.“ Wenn Bless The Daughter sich an sie „als Kind“ richtet, dann wird ihr nächstes Buch von der Erfahrung des Mutterseins erzählen – etwas, das es ihr ermöglicht hat, sich „endlich selbst klar zu sehen“. Eine dieser jüngsten Offenbarungen ist, dass sie zu viel Zeit damit verschwendet hat, zu denken, sie sei hässlich – ein beunruhigendes Gefühl, das ihre Gedichte überschwemmt. Obwohl Ruhm nie etwas war, wonach Shire strebte, hat ihr der gegenwärtige Erfolg etwas viel Wertvolleres eingebracht: Selbstwertgefühl. „Manchmal schaue ich mich im Spiegel an und denke: ‚Ich bin nicht nur nicht hässlich, sondern ich mag mich auch wirklich richtig gern.‘ Ich sehe ein Leuchten hinter meinen Augen, das mir gefällt und das mich traurig macht, weil ich es so viele Jahre nicht gesehen habe.“ Ihr Grinsen wird breiter und ihre Augen fangen ein wenig an zu strahlen: „Jetzt sehe ich es.“ Marie-Claire Chappet ist eine in London ansässige Kunst- und Kulturjournalistin und Mitredakteurin bei Harper’s Bazaar 

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