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Issue #019 „Das Vereinigte Königreich wird ein System der Folter durchsetzen“: Menschenrechtsaktivist Behrouz Boochani warnt vor dem Plan, der Asylsuchende nach Ruanda schickt
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Issue #019 „Das Vereinigte Königreich wird ein System der Folter durchsetzen“: Menschenrechtsaktivist Behrouz Boochani warnt vor dem Plan, der Asylsuchende nach Ruanda schickt
Protesters hold signs at a rally to demand justice for asylum seekers and refugees © Hugh Peterswald/Getty Images

„Das Vereinigte Königreich wird ein System der Folter durchsetzen“: Menschenrechtsaktivist Behrouz Boochani warnt vor dem Plan, der Asylsuchende nach Ruanda schickt

Nach seinem Antrag auf Asyl in Australien wurde Schriftsteller Behrouz Boochani in eine Haftanstalt auf Manus in Papua-Neuguinea geschickt, in der er sechs Jahre blieb. Heute schreibt er von seinem Zuhause in Neuseeland aus exklusiv für Service95 darüber, warum die Folter, die er durchstehen musste, aufgrund des Ruanda-Plans der britischen Regierung wiederholt passieren wird.

2013 war ein Leben als Schriftsteller und kultureller Aktivist im Iran nicht mehr möglich. Meine Arbeit geriet ins Visier der Regierung und als Polizisten einige meiner Kolleg*innen verhafteten, wusste ich, dass ich das Land verlassen musste. Die Suche nach einem sicheren Ort erwies sich als sehr kompliziert. Ich ging nach Indonesien. Sobald ich dort ankam, erfuhr ich, dass mich die Polizei dort jederzeit ohne Begründung abschieben könnte. Also reiste ich weiter nach Australien, weil ich dachte, dort in Sicherheit zu sein. Aber das Land, von dem ich mir Schutz erhofft hatte, schob mich stattdessen ab auf eine abgelegene Insel im Pazifik. Hier wurde ich unter Australiens Programm Operation Sovereign Borders zur Verhinderung von Menschenschmuggel zu einem Gefangenen, der mehr als sechs Jahre in Haft war und jegliche Menschenrechte verloren hatte. Nicht viele Menschen wissen, dass der kürzlich von der britischen Regierung angekündigte Plan, Asylsuchende zwangsweise nach Ruanda zu verschiffen, Australiens Flüchtlingspolitik zum Vorbild hatte. In der Praxis bedeutet das, dass Asylsuchende im Vereinigten Königreich mehr als 7.000 km nach Ruanda geflogen und in Camps untergebracht werden könnten, während sie auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten. In der Zwischenzeit werden sie dazu ermutigt, sich in einem autoritären Staat, in dem Menschrechte praktisch nicht existieren, ‚ein Leben aufzubauen‘. Als die Vereinten Nationen 2015 zu dem Entschluss kamen, dass Australiens Einwanderungspolitik‚ die UN-Antifolterkonvention systematisch verletzte‘, reagierte der damalige Premierminister Tony Abbott entrüstet. Aber als jemand, der als Flüchtling unter dem australischen Gesetz gelebt hat, kenne ich die schreckliche Realität dieser Politik leider nur zu gut. Mein Albtraum begann, als ich in einem Boot mit anderen Asylsuchenden auf der Weihnachtsinsel ankam. Dort wurden wir alle festgenommen und nach einigen Wochen in Gefängnisse auf Manus in Papua-Neuguinea und Nauru verfrachtet. Wir wurden von der australischen Regierung quasi als Geiseln genommen und daran gehindert, in anderen Ländern Asyl zu beantragen oder nach Australien zu reisen, wo wir bereits Asyl beantragt hatten. Uns wurden unsere internationalen Rechte verweigert und durch Australiens Innenpolitik, die sich über die eigenen Grenzen hinaus bis nach Papua-Neuguinea und Nauru erstreckt, kriminalisiert. Wir kamen nie vor Gericht, es wurde nie ein Urteil gefällt und uns wurde nie gesagt, wie lange wir im Gefängnis bleiben müssten. Du hoffst, dass irgendetwas passieren wird. Doch es vergehen Tage, Monate, Jahre – für einige ein Jahrzehnt – und nichts ändert sich. Es ist ein Inhaftierungssystem, das einer Folter gleichkommt. Das Auseinanderreißen von Familien ist eine der grausamsten Qualen der unbefristeten Haft. Ein männlicher Partner oder Verwandter sitzt vielleicht auf Manus im Gefängnis und sein*e Partner*in, Verwandte und/oder Kinder sind in Nauru oder Australien in Gewahrsam. Kinder werden oft von ihren Geschwistern getrennt; ein Familienmitglied wird in eine andere Haftanstalt oder ein Krankenhaus zur medizinischen Versorgung gebracht und der Rest der Familie wird zurückgelassen. Andere finden nie mehr zueinander, ganz einfach wegen der nachhaltigen Auswirkungen auf Kinder und des von den Eltern erlebten Grauens, das eigene Kind im Gefängnis aufwachsen sehen zu müssen. Die genutzten Folterinstrumente zur Umsetzung dieser Politik sind systematisch und vielseitig. Sexuelle Gewalt in Gefangenenlagern, insbesondere gegenüber Kindern, alleinstehenden Frauen und jungen Männern, ist weit verbreitet und wird ungestraft geduldet. Viele, die aufgrund eines extrem brutalen Patriarchats aus ihrem Land geflohen sind, sind nun in einem Land gefangen, das sie beschützen sollte. Aber stattdessen sperrt es sie in einem System ein, das weiterhin auf Gewalt setzt. Zu den alltäglichen Demütigungen gehören der Entzug der persönlichen Macht selbst über die intimsten Bereiche des Lebens, medizinische Vernachlässigung und der Mangel an Lebensmitteln und Hygiene. Allein auf Manus und Nauru starben 20 Menschen an den Folgen von körperlicher Gewalt oder mangelnder medizinischer Versorgung oder durch vom Staat verschuldeten Suizid und Selbstverletzung. Und viele weitere sterben, nachdem sie die Inseln verlassen haben. Ich erhielt letztendlich ein befristetes Visum für Neuseeland, wo mir Asyl gewährt wurde. Wer weiß, welches Schicksal all diejenigen erwartet, die nach Ruanda geschickt werden? Politiker*innen im Vereinigten Königreich versuchen, die Öffentlichkeit zu manipulieren, indem sie versprechen, dass die Menschenrechte nicht verletzt werden würden. Aber das ist nicht wahr. Sie werden Flüchtende gegen ihren Willen an einen Ort transportieren, an den die Medien und Menschenrechtsorganisationen nur sehr schwer herankommen. Und so wird das Vereinigte Königreich, genau wie Australien, ein System der Folter auf bereits Vertriebene anwenden. Jahrelang haben viele davor gewarnt, dass, wenn die Welt weiterhin über das Handeln Australiens schweigt, andere Länder Australiens Vorbild folgen würden. Als jemand, der dieses grausame System am eigenen Leib erfahren musste und schon lange darüber schreibt, sage ich, dass die Regierung des Vereinigten Königreichs auf eine Tragödie zusteuert. Eine Tragödie, die für immer ein dunkles Kapitel in seiner Geschichte sein wird. Behrouz Boochani ist ein kurdisch-iranischer Journalist, Menschenrechtsaktivist, Schriftsteller und Filmproduzent. Janet Galbraith ist Gründerin von Writing Through Fences, einem Online-Projekt, das mit Künstler*innen und Schriftsteller*innen zusammenarbeitet, die bei der Einwanderung in Gewahrsam genommen wurden, und hat diesen Artikel herausgegeben.
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