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Issue #033 Betty Gilpin findet zu sich selbst – Kapitel für Kapitel
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Image of the book cover of All The Women In My Brain by Betty Gilpin

Betty Gilpin findet zu sich selbst – Kapitel für Kapitel

Wenn Betty Gilpin etwas liebt, dann sind es Metaphern. In ihrer Erzählungssammlung All The Women In My Brain: And Other Concerns beschreibt die Schauspielerin – vor allem bekannt für ihre Rolle in der beliebten, aber leider kurzlebigen Netflix-Serie Glow – einen Sexpartner als „ein blindes Wildschwein high auf Ketamin, das in einem Raum voller Kokain am glücklichsten ist“. 

„Ich denke und rede oft in Metaphern, sehr zum Leidwesen meines Mannes, meiner Therapeutin und der Menschen, die ich liebe und die mich gerne verstehen würden“, erklärt sie über Zoom. „Ich weiß, dass das umständlich und verwirrend sein kann, aber es hat meinem Gehirn immer geholfen, die Dinge klarer zu sehen. Wenn ich über Dinge auf surreale, mystische, sinnbildliche Art nachdenke, dann verstehe ich sie besser.“

Diese Art des Denkens ist es, was Fans an ihr so lieben: Im Laufe der letzten zehn Jahre ist Gilpin zu einer der aufregendsten Darstellerinnen von vielschichtigen Frauencharakteren für Fernsehen und Kino geworden. In Glow spielte sie einen gestressten ehemaligen Soap-Star, der sich mit einer dicken Schicht Makeup und toupierten Haaren auf der Wrestling-Matte in eine Southern-Miss-America-Imitation verwandelt, die nie um einen schlagfertigen Spruch verlegen ist. Mit All The Women In My Brain bietet Gilpin uns nun einen Einblick in die verschiedenen Persönlichkeiten, die in ihr leben: die jederzeit perfekt manikürte Instagram-taugliche Barbie-Puppe, die gegen die unordentliche, wilde Tochter von Salem in den Krieg zieht. Gleich am Anfang des Buches erklärt sie, dass es sich hier nicht um eine typische „Schauspieler-Autobiografie“ handelt, sondern dass sie tief in die philosophischen Hintergründe des Schauspielens eintaucht und der Frage nachgeht, was es bedeutet, aus Berufsgründen in die unterschiedlichsten Charaktere zu schlüpfen. Gilpin hat eine Laufbahn eingeschlagen, die ihrem Charakter auf einzigartige Weise entspricht: Sie ist eine Streberin mit Begeisterung für Shakespeare, die sowohl knallharte Frauen als auch Sexbomben spielen kann. Aber sie hat auf ihrem Weg auch Demütigungen erlebt, wenn Casting-Agenturen Frauen in einfache Schubladen stecken wollen.

Gilpin wird auf ihrer Reise von einer Gruppe von „Frauen in ihrem Kopf“ begleitet, einer Sammlung von Ichs – darunter die farbenfrohe Joni McLamb (die Sensible) und Blanche VonFuckery (die Selbstbewusste und Glamouröse). Diese Figuren sind aus Gilpins Annahme heraus entstanden, dass sie, während andere Menschen eine ausgeprägte Selbstwahrnehmung haben, nicht anders kann, als unterschiedliche Identitäten anzunehmen. „Wenn ich nicht eines dieser zyklischen Ichs oder eine Figur in der Geschichte von jemand anderem bin, wer bin ich dann in einem Vakuum?“, fragt sie. „Bin ich niemand? Bin ich bloß eine Sammlung von verschiedenen Menschen? Also habe ich einfach eine Karriere daraus gemacht, eine Sammlung von verschiedenen Menschen zu sein.“

Ihr nächstes Projekt ist die Verfilmung eines weiteren Buches, das sich mit dem chaotischen Innenleben von Frauen beschäftigt. In der bevorstehenden Showtime-Serie, die auf Lisa Taddeos intimem Tatsachenbericht Three Women basiert, spielt Gilpin Lina, eine Frau, die als Teenagerin Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde und später aufgrund ihrer unglücklichen Ehe eine Affäre beginnt. Es ist wie eine Fortsetzung der Selbstdekonstruktion, die Gilpin in ihren eigenen Schriften vornimmt. Als Lina entfesselt sie ihr „authentische Charakterdarstellerin mit Monster-Identität“-Ich. Sie nennt das eine „Mare-Of-Easttown-isierung von Shirly Temple“, was ich als eine bewusste Abkehr von einer glitzernden, gefälligen Persönlichkeit zugunsten einer raueren Erscheinung interpretiere. Damit hat sie mir eine weitere Metapher mitgegeben, die es aufzulösen gilt. 

Esther Zuckerman ist Journalistin und schreibt vornehmlich über die Unterhaltungsindustrie. Ihre Artikel sind in Thrillist, Entertainment Weekly, Vanity Fair und Refinery29 erschienen.

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